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Hertha BSC – SC Freiburg

Posted in Spieltag-Nachlese by kamil on 23/09/2009

Redhead war so freundlich und hat das Spiel Berlin vs. Freiburg intensiver analysiert. Vielen Dank dafür.

Hertha BSC – SC Freiburg

Bereits zur Halbzeit langte so manchem Hertha-Fan schon nicht mal mehr Bier, um das Gekicke noch zu ertragen. Resigniert verließen einige das Stadium. Immer noch besser, als sich vom Rang zu schmeißen. Aus Scham, aus Wut oder aus Fassungslosigkeit. Denn das, was da unten auf dem Rasen war, hatte wenig mit Bundesligafußball zu tun, was die durchaus berechtigte Frage meines Vordermanns rechtfertigte: „Trainieren die unter der Woche auch mal?“

Immerhin zeigen sie Konstanz, auch wenn eine nach unten gerichtete. Doch konnte das Spiel gegen den bis dahin noch vorletzten der Tabelle, den SC Freiburg, als logische Fortsetzung des unter der Woche stattgefundenen Europa-League-Spiels gegen die lettische Mannschaft FK Ventspils angesehen werden. Eine derart nach Außen gezeigte Unsicherheit und Nervosität ist selten zu sehen. Fehlpässe in Masse, Ideenlosigkeit, kaum Bewegung auf dem Platz, was schon das Aufbauspiel verhinderte und die Abwehrreihen in Verzweiflung trieb. Das zeigte sich durch auffällige Gesten, die Mitspieler dazu auffordern sollten, sich mal freizulaufen. Keine Wirkung. Klar scheint den Spielern auch nicht zu sein, dass Fußball nach vorne gespielt werden muss, hin zum gegnerischen Tor. Der Anteil der Rückpässe ist jedoch unverhältnismäßig hoch.

Und so war es nicht verwunderlich, dass Freiburg leichtes Spiel hatte. Entweder mit schnellen und schön rausgespielten Kontern. Oder aber: man musste sich nur zwischen zwei Abwehrspieler Herthas stellen, die das Spiel aufbauen wollten und warten, dass sie einem den Ball zuschossen, den man dann einschießen konnte. Für die Nummer 2 im Tor der Berliner, bei seinem Debut für den Hauptstadtverein, eine undankbare Aufgabe. So war es nicht verwunderlich, dass es nach der ersten Halbzeit durch Tore von Ivica Banovic (6.), Cedrik Makiadi (12.) und Mo Idrissou (42.) bereits 0:3 stand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit dachte man kurz, Hertha würde sich gegen das eigene Schicksal aufbäumen. Doch weit gefehlt. Nach einer kurzen Anfangsbemühung ließen alle Ambitionen wieder nach, Freiburg erhöhte weiter durch Ivica Banovic zum 0:4 (68.). Dieses Ergebnis geriet zu keiner Zeit in Gefahr. Die Verfassung der Freiburger Mannschaft ist mir nicht bewusst, bei einem Gegner wie Hertha sah sie jedoch hervorragend aus. Schöner, offensiver Fußball nach vorne und eine sichere, gut aufgestellte Abwehr hinten, die gut harmonieren und schnelle von Verteidigung auf Angriff umstellen können, wie auch umgekehrt. Spannend wird es dadurch, was ein Verein wie Hoffenheim nächste Woche aus den Hauptstädtern macht.

Obwohl erst der sechste Spieltag war, bin ich mir sicher, bereits einen Abstiegskandidaten gesehen zu haben. Will Hertha BSC dieses Schicksal noch abwenden, muss sich Grundsätzliches ändern. Die neuen Tabellenplätze für die beiden Gegner: Freiburg: 11, Berlin: 18.

(redhead, http://signalsuche.blogger.de/)

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